Fairtradetown Langenzenn

 

Fairtradestadt Langenzenn – was steckt dahinter?

 

Die Kampagne „Fairtrade-Town“ (Dt.: Fairhandelsstadt) startete im Jahre 2000 in Großbritannien.

Mittlerweile gibt es dort bereits 380 Fairtrade-Towns, viele weitere sind im Bewerbungs-Prozess. Hieraus wurde inzwischen eine internationale Bewegung. Neben Weltstädten wie London, Dublin, Rom, Brüssel, Wien und Kopenhagen haben sich auch in Deutschland Städte wie Nürnberg, Würzburg, Bremen, Hamburg, Neumarkt und 60 andere Städte als Fairtrade-Towns bereits qualifiziert.

Eine Fairtrade-Town kann ein Kreis, eine kreisfreie Stadt, eine Gemeinde, ein Dorf oder eine Region sein, die sich für eine aktive Förderung des Fairen Handels ausgesprochen hat. 

Warum eine Fairhandelsstadt?

Im Fokus der Idee des Fairen Handels stehen in der Regel die Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Inzwischen profitieren über 1,6 Millionen Kleinbauern und ihre Familien aus 54 Ländern vom Fairen Handel, denn dieser bedeutet faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen, soziale Arbeitsbedingungen und Schutz der Umwelt. Ausbeutung durch Zwangs- oder Kinderarbeit ist verboten.

Wir sind davon überzeugt, dass es unsere Pflicht als Konsumenten in einem reichen Land ist, Mindeststandards bei der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten zu beachten, die es den Menschen, die sie produzieren, ermöglichen, ein lebenswürdiges Dasein zu führen.

Fair Trade Town zu werden bedeutet, ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.


Die Fünf Kriterien

Damit sich Langenzenn zukünftig „Fairtrade-Stadt“ nennen kann, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:

1. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtates sowie im Bürgermeisterbüro Fair Trade‐Kaffee und ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet werden. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade Stadt“ anzustreben.

2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade‐Stadt“ die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade‐Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade‐Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade‐Stadt“.
  

Machen Sie mit! Jeder kann seinen Teil beitragen – ob bei sich zu Hause im Einkauf, in der Schule, im Verein oder vielleicht sogar in der aktiven Mitarbeit.

Ansprechpartner: Jürgen Oppel, Weltladen Caracol, 

fairtradestadt.langenzenn(_AT_)gmx

Weitere Informationen über die Kampagne Fairtrade Town unter: www.fairtrade-deutschland

 

 
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